nETZ_cOMMUNITY C_SW

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Ein System, wie eine nicht zentrale, nicht hierarchische, nicht kommerzielle, offene, dynamische Netz-Community entstehen könnte. Medien- und autopoietisch.

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Ziel:
Alle NetzaktivistInnen können ihre Site ins Internet stellen und sich mit allen Gleichgesinnten / MitgliederInnen der Community vernetzen. Der Inhalt eines solchen Parallelnetzes kann politisch (z.B. Pro Zapatista, Kontra Bush), informativ (z.B. Feminists), aktivistisch (z.B. WTO, WEF), hacktivistisch, .... sein. Der Inhalt bestimmt die Community.

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Aufbau:

Jede Site dieser Community enthält alle Links zu den übrigen Mitgliedern. Wenn also eine/ein SurferIn auf eine dieser Sites gelangt, kann sie/er von da aus auf alle anderen direkt zugreifen und derart von Site zu Site durchklicken. Grosse Communities sollten Suchmaschinen anbieten, die nur die Sites der Community-Mitgleidern durchsuchen.
Die Mitgliedschaft können alle erhalten, die sich zu dieser Community bekennen. Sie erfolgt rein technologisch auf Softwarebasis, und zwar dezentral. Auch ein allfälliger Austritt erfolgt softwaregesteurt. Ein Selbestregulierungsmechanismus schützt die Community demokratisch gegen allfällige Eindringlinge, die gegen das Community Manifest agieren.

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Funktionsweise:

Auf einer Site im Internet wird die Community-Software gratis zur Verfügung gestellt. Diese Software, im folgenden C_SW genannt, ist das Kernstück, damit die Community gegenseitig vernetztbar ist.
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Initialisierung:
Möchte jemenad eine Community gründet, ladet sie/er die C_SW herunter und passt ihre Parameter nach Wunsch an.
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Parameter sind:
Identifizierung der Community
IP und Domainname der ersten Site
Programm-Adresse
HTML Dokument, das die Linkliste enthält (muss von der Software änderbar sein)
FTP-Adresse zum Download der Software
URL des Manifests.
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Die Initialisierung erfolgt softwaregesteuert.
Die C_SW muss nun auf dem Server installiert werden, so dass sie Meldungen automatisch bearbeiten kann (als Dämon oder CGI).
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Neue Mitglieder:
Mitglied kann frau/man über jede bereits existierende Site der Community werden. Da jede Site einen Link zum Download der C_SW enthält, können sich alle dem System anschliessen. Zuerst sollte aber eine Zustimmung zum Manifest der Community erfolgen.
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Nach erfolgtem Download der C_SW muss diese per setup installiert werden. Folgende Fragen müssen beantwortet werden:
Server-IP und Domainname
Programmart: CGI oder Dämon
Verzeichnis, wohin Programm installiert werden soll (auf Server, nicht Client!)
FTP-Adresse zum Download der C_SW
URL, wo Linkliste und Manifest eingefügt werden
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Nach der erfolgreichen Installation der C_SW, schickt diese automatisch eine Broadcast-Message an alle bereits existierenden Mitgliedern. Die C_SW kennt die Adressen, weil mit dem Download der Software immer auch die Linkliste der Download-Site mitgeliefert wird. Über diese Broadcast-Messages werden bei allen Community-Mitgleidern die Linklisten um das neue Mitglied ergänzt, d.h. alle Linklisten sind immer identisch und enthalten alle Adressen der anderen TeilnehmerInnen.
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Wird nun eine Broadcast-Message an einen Server geschickt, weil ein neues Mitglied sich angeschlossen hat, verarbeitet die C_SW die Message automatisch. Sie ergänzt die interne Linkliste und das HTML-Dokument, dass alle Mitglieder vernetzt. Damit braucht es kein zentrales Subscribe-Verfahren. Damit ein Server, der gerade zum Zeitpunkt einer Broadcast-Message nicht online ist, denoch alle Links enthält, wird immer die gesamte Linkliste versendet und auf dem Zielserver mit der eigenen abgeglichen. So fehlt zwar auf einer Site möglicherweise ein Link, bis die nächste Broadcast-Message erfolgreich verschickt werden konnte. (Problem der Asynchronität)
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Austritt:

Ein Mitgleid kann austreten, indem es die C_SW aufruft, (setup) und seinen Austritt bekannt gibt. Die C_SW sendet darauf eine Broadcast-Message an alle Mitglieder mit der Nachricht, den Link zu entfernen (wegen Asynchronität: nur als gelöscht markieren - Technologie vor Datenschutz). Die C_SW entfernt die Linkliste und deinstalliert sich darauf im System.
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Unerwünschte Mitglieder:

Damit die Idee der Community aufrecht erhalten werden kann, gerade dann wenn sich GegenerInnen versuchen Zugang zu verschaffen, braucht es einen Selbstregulierungsmechanismus, der auf demokratischer Basis funktioniert. Die Linkliste einer Site enthält darum die Adresse jedes einzelnen Mitglieds, an die eine Message geschickt werden kann. Der Message-Typ ist in diesem Fall: unerwünschtes Mitglied. Die Message wird von der C_SW auf dem Zielserver bearbeitet. Diese markiert die eigene IP-Adresse / Domainname als nicht erwünscht und schickt eine entsprechende Broadcast-Message an alle Mitglieder, quasi eine schwarze Liste. Wenn 50% aller Mitglieder eine entsprechende Site als nicht erwünscht angeschrieben haben, wird dieses Mitglied von der C_SW automatisch gelöscht und der 'Austritt' per Broadcast-Message allen andern mitgeteilt. Selbstverständlich kann ein Übernahmeversuch trotzdem erfolgreich gelingen, indem versucht wird, die 50% Mehrheit zu erreichen. Dann bleibt den ursprünglichen Mitgleidern nur der Austritt und die Gründung einer neuen Community.

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