Hyperfiction Narration

Erzählstrukturen in SciFi

Anachronox - the game - the movie

                          

»Machinima«, eine Wortschöpfung aus »machine«, »animation« und »cinema«, sind erzählerisch gestaltete Filme, die mit 3D-Engines - der Grundlage solch bekannter Ego-Shooter-Spiele wie »Quake« oder »Half-Life« - produziert werden. Kostengünstig und schnell lassen sich mit ihnen flüssig erzählte Abenteuergeschichten produzieren. »Anachronox: The Movie« basiert auf dem SciFi-Computerspiel gleichen Namens. Verschiedene Szenen des Spiels wurden dazu zusammen geschnitten und auch einige Spielfunktionen hinzugenommen, um die narrative Struktur des Films zu unterstützen. Herausgekommen ist eine Science Fiction-Abenteuergeschichte wie sie uns vom Kino vertraut erscheint. »Anachronox: The Movie« erhielt auf dem Machinima Filmfestival 2002 die Auszeichnung »Bester Film« und »Beste technische Umsetzung«. (ZKM: Machinima 1)

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Game Demo Download (z.B. 3DGamers)

Das Spiel besitzt eine Narration, die der User interaktiv herausfinden muss. Die Erzählung selbst ist linear aufgebaut, auch wenn die Interaktion in solchen Spielen kaum geradlinig dieser Narration folgen kann. Ein Walkthrough beschreibt, wie man sich am besten durch das Spiel bewegt und es löst. Der Film ist entlang dieser Narration aufgebaut und macht die versteckte Narration des Spiels sichtbar. (Beispiel Movie Part 8: 7:40 und Beginn Part 9 und Walkthrough Sektion 8, Rictus)

 

Eine Weile entfernt - Joanna Russ

In einem der wichtigsten SciFi der feminstischen Literatur, der 1975 untere dem Titel 'The Female Man' erschienen ist, beschreibt Russ bissig die Welten der 4 Jots. Die 4 Jots sind vier Frauen mit dem gleich Genotyp, Jeannine und Joanna leben in den 70-er Jahren der gegenwärtigen Welt, Jael 50 Jahre und Janet 900 Jahre in der Zukunft. Diese 4 treffen sich in der Gegenwart und besuchen Jaels Welt.

 

Er, Sie und Es - Marge Piercy

Dieser Roman spielt in der Zukunft nach der fatalen Katastrophe, die das Leben auf der Erde ohne technische Hilfsmittel unmöglich macht. Die freie Enklave Tikva wappnet sich für den Kampf gegen die Multis, in dem sie einen Maschinen-Menschen konstruiert. Jod ist eine Maschine, als Waffe konzipiert, die aussieht wie ein Mensch und der menschliches Verhalten einprogrammiert ist, wie Bewusstsein, Gefühle, soziale Lernfähigkeit, ein Hang zu menschlichen Bindungen etc. Jod ist der perfekte Maschinen-Mensch. Die zweite Figur, die mitkämpft ist Nili. Sie stammt aus einem Frauenvolk aus der verbotenen Zone und ist hochgradig genmanipuliert, um sich den lebensschädlichen Umweltbedingungen anzupassen. Nili ist eine Kampfmaschine mit übermenschlichen Fähigkeiten, die perfekte Mensch-Technoide.

 

Parallelwelten

Bei Piercy finden sich verschiedene Welten gleichzeitig nebeneinander und auch im Krieg zu einander. Da ist die Welt der Multis, wo die Auserwählten in einer klinischen Hi-Tech-Welt leben, völlig organisiert und kontrolliert. Die Menschen arbeiten für die Multis und fühlen sind grundsätzlich priviligiert. Ausserhalb dieser Multi-Enklaven herrscht der Mob. Weil unsere Welt unbewohnbar geworden ist (die grosse Katastrophe) können die Menschen sich nicht mehr ungeschützt auf der verwüsteten Eroberfläche bewegen. Im Gegesatz zu den mit riesigen Glaskuppeln überdachten Multi-Enklaven lebt der Mob in den alten U-Bahnschächten. Dieser Raum ist rechtlich nicht reguliert und Banden beherrschen diese Unterwelt. Sie sind kriminell und bekämpfen sich gegenseitig.
Daneben kommen zwei weitere Welten vor: Tikva, ein demokratisches Idyll und Die verbotene Zone, wo Nili und andere Frauen sich den unmenschlichen Bedingungen angepasst haben.

Diese vier Welten sind von vier völlig unterschiedlichen Gesellschaften bevölkert, die verschiedene Weltentwürfe offen legen. Aber es geht um Macht und die freien Enklaven werden von den Multis bedroht. Eingebetet in den Roman ist die Erzählung vom Golem im Prager Judenghetto des 16. Jahrhunderts. Der Legende nach ist der Golem ein aus Ton erschaffener Mensch, der vor den übermächtigen Christen schützen soll. Jod ist auf Tikva der moderne Golem, der die freie Gesellschaft vor der Macht der Multis schützen soll.

 

In 'Eine Weile entfernt' werden vier Welten beschrieben, die in verschiedenen Zeiten angesiedelt sind (siehe auch Zeitreisen). Da ist einmal die heutige Welt der 70-er Jahre des letzten Jahrhunderts. Ein patriarchisches System, dem sich die Frauenfiguren in der Regel auch selbst unterwerfen. In dieser Welt sind Jeannine und Joanna, die Erzählerin, zu Hause. Janets Welt liegt 900 Jahre in der Zukunft. Ihre Welt ist nur noch von Frauen bevökert, die Männer sind längst ausgestorben (wie genau, das erfährt man am Schluss des Romans, den ich hier nicht preisgeben möchte). Und Joels Welt, 50 Jahre in der Zukunft, ist strickt zweigeteilt in Womenland und Manland. Joel ist eine Agentin und professionelle Attentäterin. Auf diese Figur im Besonderen komme ich noch zurück.
Die vier Jots besitzen den gleich Genotyp, sie gehören zusammen, sind aber nicht eins. Jael bewegt sich in einer Zwischenwelt, in der es um den Kampf zwischen Frauen und Männern geht. Jede der drei anderen Jots stellt eine Möglichkeit dar, als weiblicher Mensch zu leben. Strukturell verteilt Russ die verschiedenen Möglichkeiten auf mehrere Paralellwelten. Wie diese zeitlich zusammenhängen, eingebetet in Möglichkeitswelten, wird unten genauer betrachtet.

 

Seit Gibson und seiner SciFi Trilogie 'Neuromancer' steht der Begriff Cyberspace für eine virtuelle Welt, parallel zur realen Welt. Piercy übernimmt ziemlich genau die Vorstellungen von Gibson in ihrer Beschreibung des Cyberspace. Entgegen der weitverbreiteten Meinung Anfang der 90-er Jahre, ist der Cyberspace bei Gibson aber nicht eine von der Realität unabhängige Welt, sondern vermischt sich permanent. So ist der Tod im Cyberspace durchaus auch ein physischer Tod in der realen Welt. Die virtuelle und reale Welt sind hochgradig miteinander verbunden.

 

Zeitreisen

In Anachronox wird nach dem Mysterium von Mystech gesucht. Zwei Universen der Zukunft bekämpfen sich auf dem Schauplatz des gegewärtigen Universums Anachronox. In diesem Kampf wird eines der Univeren im gegenwärtigen Universum eingeschlossen. Es kann sich nur befreien, wenn es in die Vergangenheit von Anachronax gelangt um Anachronox und damit das feindliche Universum zu zerstören. D.h. Gegenwart und Zukunft sollen in der Vergangenheit zerstört werden. (Part 8)

Diese Konzeption von Zeitreisen findet man sehr häufig in SciFi: Zeitreisen finden auf der Zeitachse des Jetzt statt, entweder in die Zukunft oder Vergangenheit extrapoliert. Man befindet sich aber immer noch in der gleichen Welt und kann in der Vergangenheit die Gegenwart beeinflussen.

 

Ein anderes Beispiel ist ein Klassker der SciFi von H.G.Wells (veröffentlicht 1895) 'Die Zeitmaschine' und der gleichnamige Film von G. Pal 1960, Neuverfilmung 2001 von Simon Wells, Urenkel von H.G.Wells.

Der Held George baut 1899 eine Zeitmaschine, mit der er in das Jahr 802701 reist und wieder zurück in seine Zeit. Seine Reise ist linear in der Zeit, er bleibt aber immer am gleichen Ort. Die Zeitmaschine ist für George die Bewegung in der vierten Dimension. Er fragt sich, ob der Mensch mit solchen Maschinen sein eigenes Schicksal bestimmen kann, indem er in der Vergangenheit seine Zukunft ändert. Diese Frage ist genau das Paradox der Zeit, das auftritt, sobald man sich linear in der Zeit bewegt.

H.G. Wells: Die Zeitmaschine (Beispiel DVD)

Bei Stanley Kubriks: '2001 Odyssee im Weltraum' geht die Reise durch Raum und Zeit. (DVD Part 29)

 

Eine völlig andere Vorstellung von Zeitreisen findet man bei Joanna Russ:

"Auf diese Weise schwindet das Paradoxon der Zeitreise dahin, es existiert einfach nicht mehr, denn die Vergangenheit, die jemand besucht, ist dann nicht mehr die eignene Vergangenheit, sondern immer die eines anderen Menschen. Oder anders ausgedrückt, der Besuch einer Person in der Vergangenheit schafft augenblicklich eine andere Gegenwart (eine Gegenwart, in welcher der Besuch der Vergangeheit schon stattgefunden hat), und was diese Person dann besucht, ist die Vergangenheit der veränderten Gegenwart - eine Zeit, die ganz anders ist als die ursprüngliche Vergangenheit. Und mit jeder Entscheidung, die sie trifft (dort, in der Vergangenheit), verzweigt sich das neue wahrscheinliche Universum und schafft damit gleichzeitig eine neue Vergangenheit und eine neue Gegenwart, oder, um es radikal auszudrücken, ein neues Universum. Und wenn die betreffende Person in ihre eigene Gegenwart zurückkehrt, dann weiss nur sie alleine, wie es in der anderen Vergangenheit ausgesehen hat und was sie dort unternommen hat." (S. 14)

Eine andere Stelle: "Die gängigen Theorien sagen, dass man nicht in die eigene Vergangenheit zurückkehren kann, sondern nur in die anderer Leute. Ebenso kann man nicht in die eigene Zukunft reisen, sondern nur in die anderer Leute. Und es gibt keinen Weg, diese Bewegung in eine gradlinige Reise zu zwingen - ganz gleich, von welchem Standpunkt aus. Die einzig mögliche Bewegung ist die diagonale Bewegung. Ihr seht also, dass die klassischen Zeitreisen-Paradoxa nicht zutreffen - wir können unsere eigenen Grossmütter nicht umbringen und damit unsere eigene Existenz beenden, genauso wenig können wir in unsere eigene Zukunft reisen." (S.190)

Russ löst die lineare Vorstellung von Zeit - Vergangheit - Gegenwart - Zukunft - auf zugunsten eines sich hypetisch unendlich generierenden Zeitgeflechts ('Universen'), das sich rhizomartig als Möglichkeiten ausbreitet: Hyperfiktionale Zeit.

 

Gender - Switch

Eine gerade in feminstischen SciFi oft benutzte Erzählform ist die Um-schreibung von gängigen Frauenfiguren. So entwirft Russ mit Jael eine feministische Cyborg, die Gibson in seiner Figur Molly in 'Neuromancer' übernimmt, aber konventionell 'zurück'-schreibt. Piercy nun bezieht ihre Figur Nili sowohl von Russ als auch von Gibson, entwirft aber wiederum eine feminstische Cyborg. Lara Croft schliesslich steht in der Tradition von Gibsons Molly als femme fatale.
Zwischenbemerkung: Bei Tomb Rider ist die Story die übliche Abenteuergeschichte mit männlichem Helden, angelehnt an Indiana-Jones. Die Story wurde für einen männlichen Helden geschrieben, der nachträglich durch eine weibliche Figur ersetzt wurde. Lara Croft verbindet Action mit Sex, was wohl das Erfolgskonzept dieses Spiels ausmacht. Nach der gleichen Struktur funktioniern auch Filme wie Alien (mit Erfolg).

Einige vergleichende Textstellen zu Russ, Gibson und Piercy:

Russ (S. 186 ff) führt Jael bei ihrem erste Erscheinung folgendermassen ein: sie ist "schwarz matronenhaft" gekleidet, hat silbernes Haar und silberne Augen, ein zerfurchtes Gesicht. Die Zähne scheinen ein verschmolzenes Stahlband zu sein. Die silbern lakierten Fingernägel sollen von ihren verkrüppelten Fingerspitzen ablenken. Ihr Lachen ist blechern, rostig, "als stiesse ein mechanischer Geier auf einem gigantischen Müllberg auf der Oberfläche des Mondes einen lauten Schrei über den Tod alles organischen Lebens aus." Damit verweist Russ auf Jael als Cyborg.
In Aktion als Mörderin sehen wir Jael, als sie als Diplomatin von WomenLand einen 'Boss'-genannten Typen von Manland trifft. Dieser kann sie nicht als Diplomatin akzeptiern, weil sie eine Frau ist. Er sieht sie nur als Sexualobjekt und will sie ficken. (Als ManLander hat er noch nie eine 'richtige' Frau gesehen, geschweige Sex mit Frauen gehabt.) Er wird wütend, weil Jael ihm nicht willig zu Füssen liegt: "Boss stammelt etwas Wütendes über seine Erektion und, da ich (Jael) wütend für zwei war, zog ich meine eigene hervor - damit meine ich, dass die verpflanzen Muskeln an meinen Fingern und Händen mit dem charakteristischen, juckenden Kitzeln die lose Haut zurückzogen. Und natürlich sind Sie schlauer; Sie haben längst erraten, dass ich an den Fingern keinen Krebs, sondern Klauen habe, Krallen wie die einer Katze, nur grösser, ein wenig stumpfer als hölzerne Dornen, aber gut zum Reissen. Und meine Zähne sind Attrappen über Metall." Jael hat also die Erektion, nicht Boss, und penetriert ihn mit ihren Krallen bis er Tod ist.

Bei Gibson wir Molly folgendermassen beschrieben: "Es fiel ihm (Case) auf, dass die Brillengläser chirurgisch eingesetzt waren, um die Augenhöhlen zu versiegeln. Die silbernen Linsen wuchsen scheinbar aus der glatten, hellen Haut über den Wangen, umrahmt von fransig geschnittenem Haar. Die Finger, die sich um die Flechette Krümmtem, waren schmal und hell, hatten burgunderrote lackierte Nägel, die unecht wirkten. [ ... ] Sie hielt ihm die offenen Hände mit leicht gespreizten Fingern hin. Mit einem kaum hörbaren Klicken schossen zehn zweischneidige, vier Zentimeter lange Skalpell-klingen aus ihrem Gehäuse hinter den burgunderfarbenen Nägeln." (S. 42-44)

Piercy adaptiert in ihrer Figur Nili sowohl Jael als auch Molly. Nili wird folgendermassen eingeführt (S.225): "Die andere Frau (Nili) warf den schwarzen Überwurf ab und liess ihn zu Boden fallen. Ein sehr leichter, feiner Panzeranzug kam zum Vorschein, den sie auch auszog. Darunter trug sie Shorts, die mit vollgestopften Taschen übersäht waren, und ein kurzärmliges Safariehemd, beides sandfarben, über einem Körper, der Shira an die wandelnden Muskelberge in den Stimmies erinnerte. Nilis Haar war metallisch rot - nicht die Fabe von Mohrrüben oder Marmelade, sondern die Farbe von Blut. Sie trug es lang, zu einem kunstvollen, mit Perlen und Draht verstärkten Zopf geflochten, der wie ein Knüppel auf ihrem Rücken lag. Ihre Augen waren lebhaft grün....". Nili selbst sagt von sich, eine Meuchelmörderin zu sein, eine Amazone. Sie wird als 'sehr gut gebaute Bombe' bezeichnet. Nilis Körper ist zwar muskelbepackt, aber trotzdem sehr weiblich: vollbusig mit schmaler Taille und breiten Hüften. Sie ist gentechnologisch manipuliert und 'hat umfangreiche innere Schaltkreise für Kampf und Kommunikation". Auch Nili ist eine Cyborg, wie Jael und Molly mit Waffen ausgestattet.

Tritt Molly nur als Assistentin und Bodyguard der männlichen Hauptfigur auf, ist Nili einerseits Gesandte ihres Frauenvolkes, um andere Enklaven auszukundschaften, gleichzeitig aber auch Dienerin und Kämpferin im Kampf der Enklave gegen die Multis. Nur Jael handelt völlig eigenmächtig und nimmt sich, was sie will. Zwei vergleichende Sex-Szenen aus Russ und Gibson zeigen dies deutlich auf:

Gibson: "Sie liess sich, auf dem Tempuraschaum kniend, auf seinem Hintern nieder. Kühles Leder auf der Haut. Sie strich mit den Fingern über seinen Nacken. [..] Als Antwort griff sie von hinten zwischen seine Schenkel und umfasste mit Daumen und Zeigefinger sanft seine Eier. Eine Weile rutschte sie, hoch aufgerichtet, im Dunkeln auf ihm herum, die andere Hand an seinem Nacken. Das Leder ihrer Hose knisterte bei ihren Bewegungen. Case, der spürte, dass er einen Steifen bekam, änderte die Stellung auf dem Tempuraschaum. [..] Er stützte sich auf einen Ellbogen, drehte sich um und sank auf den Schaumstoff zurück, wobei er sie an sich zog und ihren Busen leckte. Ihre kleinen, harten Knospen flutschten über sein Gesicht. Er tastete nach dem Reissverschluss ihrer Lederhose und zog ihn auf. 'Schon okay', sagte sie. 'Ich kann sehen.' Die Lederhose knisterte beim Abstreifen. Sie zappelte neben ihm, bis sie sie mit den Füssen wegstossen konnte. Sie schlang ihr Bein über ihn, und er streichelte ihr Gesicht. Erstaunlich hart, die implantierten Linsen. 'Nicht', sagte sie. 'Fingerabdrücke.' Jetzt setzte sie sich rittlings auf ihn, nahm seine Hand und drückte sie an ihren Körper, so dass der Daumen in der Gesässfurche, die gespreizten Finger auf den Schamlippen lagen. Als sie sich allmählich auf ihn senkte, kamen die gaukelnden Bilder zurück, Gesichter und Fragmente in pulsierendem Neonlicht. Sie glitt vollends auf ihn. Er bäumte sich unwillkürlich auf. So ritt sie auf ihm, auf und ab, bis sie beide kamen. Sein Orgasmus war ein blauer Lichtblitz im zeitlosen Raum, unermesslich wie die Matrix, wo Gesichter in Fetzen durch die Windhosen jagten, während die Innenseiten ihrer straffen Oberschenkel nass gegen seine Hüften klatschten." (S.52-3)
Molly, die femme fatale!

Russ: "Sie haben schon von blauäugigen Blondschöpfen gehört, nicht wahr? Barfuss glitt ich in sein Zimmer und beobachtete ihn, wie er zusammengerollt im Schlaf dalag und die goldenen Schleier seiner Augenwimpern Schatten auf seine Wangen warfen. [..] Ich kauerte mich neben der Matratze, auf der er schläft, nieder und fuhr mit den Fingerspitzen die Umrisse nach, die das Haar auf seiner Brust bildet: Hoch oben ganz breit, dann in der Bauchgegend schmal werdend (sein flacher Bauch hob sich im Rhythmus seiner Atemzüge), bis es sich unterhalb des Nabels zu einer Linie verengte und plötzlich in die krause Urwüchsigkeit seines Schamhaars mündete, in dem, sanft wie eine Rosenknospe, seine Genitalen eingebettet lagen. [..] Sein kleiner Davy war mittlerweile halb gefüllt, was ein Zeichen dafür ist, dass Davy jemand über sich braucht. Ich tat ihm den Gefallen, setzte mich auf seine Schenkel. [..] Er ist sehr aufregend. Er ist sehr schön, mein klassisches mesomorphes Monsterschätzchen. Während ich einen Arm unter seine Schultern legte, um ihn hochzuheben, rieb ich ihm die Brustwarzen über den Mund, erste eine, dann die andere, was uns beiden sehr viel Spass macht. [..] Klein Davy ist jetzt prall gefüllt. Wunderschön: Davy hat den Kopf zur Seite geworfen und die Augen geschlossen. [..] Ich spielte noch ein wenig mit ihm, quälte ihn, dann schluckte ich ihn wie einen Wassermelonenkern - ganz tief in mich! Davy stöhnte mit der Zunge in meinem Mund. Sein blauer Blick zerbrach, sein ganzer Körper unkontrolliert emporgewölbt, sein Wahrnehmungsvermögen auf die Stelle konzentriert, wo ich ihn gefangenhielt. Ich mache das nicht oft, aber diesmal brachte ich ihn über die Schwelle, indem ich einen Finger in seinen Anus einführte: Zuckungen, Feuer, stummes Aufschreien, als das Gefühl aus ihm hervorbrach. [..] Ich hatte ihn. Davy war mein. [..] Es war wirklich gut gewesen. Sein Körper so warm und feucht unter mir." (S.233ff)
Jael nimmt Besitz von ihrem Liebhaber. Danach wird bekannt, dass Davy eine Maschine ist.