Audio
Projekt anlegen:
Menü: Datei / Neues Projekt - Fenster mit Wahl der Vorlagen: leer
Es wird nun nach dem Ordner gefragt, wo alle Dateien, die zu diesem Projekt
gehören (Projekt, Audio etc.), gespeichert werden.
-> ein leeres Arrange-Fenster wird angezeigt.
Anlegen von Spuren:
Menü: Projekt / Spur hinzufügen / Audio
Es können weitere beliebige Spuren hinzugefügt werden; wir werden
später auch Midi-Spuren brauchen.
Einlesen von Audiofiles:
Entweder als Direkt-Import bereits existierender Audio-Files, oder im Aufnahme-Modus
z.B. von CDs, DVDs oder über Mikrofon.
Direkt-Import von CD-Tracks: gewünschte Spur aktivieren und
auf gewünschte Einfügeposition setzen -
Menü Datei / Importieren / Audio-CD - Fenster: Track auswählen
und kopieren (geiches Vorgehen bei Audio-Files)
Audio aufnehmen (angeschlossene Mics, MP3-Players, andere Spuren
des Arrange-Fensters, etc.):
Alle nicht aufzunehmenden Spuren stumm schalten (x-Button im Inspektor
(Eigenschaften der Spuren)) oder Aufnahmespur solo schalten (s-Button),
gewünschte Spur auf Aufnahem schalten (roter Button) - im Transportfeld
Aufnahme anklicken.
Bemerkung: Voreinstellung einer neuen Audiospur ist MONO. Bei
Importen wird automatisch auf Stereo geschaltet, wenn die Source stereo ist.
Bei Aufnahmen empfiehlt es sich, die Spur zuerst auf Stero zu schalten: Inspektor:
Kreis-Button anklicken -> nun Doppelkreis-Zeichen.

Audio Properties:
| Kanal: | mono oder stereo Ein- und Ausgänge |
| Bit-Auflösung: | 8, 16, 20 oder 24 Bit The bit resolution is the number of bits used to store each sample word when recording audio (sampling). Common values are 8 or 16 bits. 16-bit files have less inherent noise than 8-bit files, but occupy twice the disk space. |
| Sample Rate: | 11 - 96 kHz, üblich ist 44,1 kHz The sample rate is the number of samples collected per second when recording (sampling). The higher the number, the greater the frequency range that can be captured. CDs, for example, are recorded at a sample rate of 44.1kHz (44100 samples per second). |
Änderung dieser Properties: Menu Projekt / Projekteinstellungen (Wirkungsbereich gesammtes Projekt)
Audioverwaltung:
Die Verwaltung der Audio-Files geschieht im Audio-Pool (Menu Projekt
/ Pool). Darin sind alle mit einem Song verbundenen Audiofiles enthalten,
egal ob sie im Arrangement erscheinen oder nicht. Wie oft ein Audio-File im
Arrangement benutzt wird, ist in der Spalte R(eferenzen) ersichtlich. Diese
Audiofiles werden auch Segmente genannt. Wie wir sehen, können Audiofiles
auch direkt importiert werden, ohne sie gleich auf eine Spur legen zu müssen,
oder die Audio Optionen eines Files wie Kanal, Bit-Auflösung und Sample
Rate können verändert werden.
Nicht destruktive Bearbeitung von Audiofiles: Bei dieser Methode wird
das Original-File auf der HD beim Bearbeiten nicht verändert. Dies erkennt
man im Pool. Audio-Bearbeitung mit Cubase: entweder direkt im Arrangefenster
(Trennen, Verschieben, Kleben, etc. > Montieren) oder im Sample-Editor (Doppelklick
auf zu bearbeitendes Segment). Im Arrangefenster kann auch der Ausschnitt des
Segments, das man hört verändert werden: Pfeilwerkzeug in der Menu-Leiste
anklicken - Segment auswählen - das Segemnt an den unteren weissen Vierecken
verkleinern oder vergrössern (bis Maximalgrösse des Samples). (zu
den Rasterungen / Zeiteinheiten siehe Montage)
Destruktives Bearbeiten: Wird dagegen die Audio-Datei mit dem Editor
WaveLab (oder einem anderen Editor) bearbeitet und gespeichert, wird die Datei
unwiederbringlich verändert. Es empfieht sich daher, im Audio-Pool eine
Sicherheitskopie zu erstellen.
Grundlagen von Ton und Klang:
>> Exkurs Klang und Speech
>>
Digital Soundshapes (Ludger Brümmer)
Die Waveform eines Sinustons:
Spezielle Klänge: White Noise /
Weisses Rauschen
Von weissem Rauschen spricht man, wenn alle Frequenzen
gleichmässig über den hörbaren Bereich verstreut sind. Es besteht
quasi aus allen hörbaren Frequenzen. >>
Audio Bearbeitung:
Das Audio-File im Hauptfenster wird in Wellen-Form dargestellt (hier
in WaveLab):

Die horizontale Achse ist die Zeit des Songs, beginnend mit 0,
die vertikale Achse ist die Amplitude, d.h. die Lautstärke des Klanges.
Dieses File ist in Stereo, darum die Aufteilung in 2 Spuren.
Die wichtigsten Funktionen (in Cubase unter Audio / Effekte)
Gain / Normalisieren: Beim Normalisieren wird der
höchste Amplitudenwert in dB festgelegt, oft auf 0 dB. Das ganze File wird
linear zum gewählten Normalpunkt verschoben. Sehr nützlich z.B. wenn
Aufnahmen zu leise sind. Aufgepasst: ist eine Aufnahme übersteuert, d.h.
zu laut, werden die Peaks abgeschnitten, was sich auf die Frequenzen und somit
auf die Klangfarbe in der Regel negativ auswirkt.
Mit Gain Change bezeichnet man die Änderung der Lautstärke eines selektierten
Bereichs. Wie beim Normalisieren wird die Lautstärke linear verschoben.
Hüllkurven / Fade In / Fade Out: Hüllkurven
heissen die Begrenzungslinien der Wellen. Genauer: Es ist die Kurve, die die
grössten Auslenkung der Amplituden miteinander verbindet. (Beachte: ein
Klang setz sich aus mehreren überlagerten Sinusschwingungen zusammen und
diese Amplitudenauslenkungen werden in der Hüllkurve miteinander verbunden.)
Die Hüllkurve ist das, was wir als Dynamik empfinden, also die Veränderung
der Lautstärke.
Änderung der Hüllkurven: In Cubase unter Audio / Effekte / Hüllkurven
nur graphisch.
Exkurs Hüllkurve eines Klangs:

Schneiden /Kleben: In Cubase mit dem Schere-Ikon im Menu. An der gewünschten Stelle im Audio-Segment entzwei schneiden. Beide Teile sind nun unabhängig positionierbar. Analog können zwei Teile mit dem Klebewerkzeug zusammengeschweisst werden. Hinweis: Ist in der Menüzeile die Rasterung eingestellt, kann nur entlang des Rasters geschnitten oder verschoben werden. Freies Verschieben, Schneiden etc. ist möglich, wenn man das Raster ausschaltet (siehe Monatge).
Exkurs Nulldurchgang: Besonders wenn ein Audio-Segement für Loops verwendet werden soll, empfieht es sich den Nulldurchgang zu beachten, d.h. am Nulldurchgang zu schneiden, damit kein ungewolltes Knacken beim Wiederholen entsteht. Mit Nulldurchgang bezeichnet man die Stelle, wo die Schwingung den Nullpunkt schneidet, also vom negativen in den positiven Bereich oder umgekehrt wechselt. Die Option 'Nulldurchgänge finden' kann nur für alle Projekte gleichzeitig aktiviert werden unter: Menu Datei / Programmeinstellungen / Audio.
Fade: Ein Klang kann ein- oder ausgeblendet werden, in WaveLab auch CrossFade, d.h. der selektierte Bereich wird zuerst aus- und danach eingeblendet. Fades können linear sein oder sich in Kurven stärker oder schwächer ab- oder ansteigend erfolgen.
Weitere Möglichkeiten den Klang zu bearbeiten bieten vorallem die vielen Effekte (Cubase Audio / PlugIns). Im Rahmen dieser kurzen Einführung können wir nicht detaillierter darauf eingehen. Und sonst: einfach mal ausprobieren.