Sketch of
THE ANALYTICAL ENGINE
Invented by Charles Babbage
by Luigi Federico Menabrea
With notes upon the Memoir by the Translator ADA AUGUSTA, COUNTESS OF LOVELACE
Text in voller Länge
THESEN von Christina von Rotz
(S/A/Z = Seite, Abstand, Zeile im Text von Künzel / Bexte - die kursiven Texte sind aus dem Original kopiert)
| -1----- | Babbage erfand den ersten Computer, Ada das erste Programm |
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Die Skizze zur Analytical Engine zeigt detailliert die Funktionsweise der Maschine. Enthält sie bereits die Struktur und die Funktionen der modernen Computer? Die Maschine löst nicht nur einfache arithmeische Operationen, sondern soll alle Operationen der Analysis lösen können. Dies trifft zu, wenn zwei Prinzipen erfüllt werden: When analysis is employed for the solution of any problem, there
are usually two classes of operations to execute: first, the numerical
calculation of the various coefficients; and secondly, their distribution
in relation to the quantities affected by them. If, for example, we have
to obtain the product of two binomials (a+bx) (m+nx), the result will
be represented by am + (an + bm) x + bnx², in which expression we must
first calculate am, an, bm, bn; then take the sum of an + bm; and lastly,
respectively distribute the coefficients thus obtained amongst the powers
of the variable. In order to reproduce these operations by means of a
machine, the latter must therefore possess two distinct sets of powers:
first, that of executing numerical calculations; secondly, that of rightly
distributing the values so obtained. Das erste Prinzip kann mit den Operationen: Addition, Subtraktion, Multiplikation und Divison erfüllt werden. Das zweite ist komplexer: Babbage unterschiedet zwischen Operationen
und Variablen: Zur Berechnung einer Formel werden die Zahlen auf Walzen geschrieben
und mittels der notwendigen Operationen berechnet. Input
und Verarbeitung. Die Steuerung funktioniert über Lochkarten,
das Programm. Er unterscheidet zwischen zwei
Lochkartentypen: Die Variablen erhalten die Funktion eines Speichers: Babage spricht von Mill-Walzwerk, wo die Operationen durchgeführt und Columns, wo Variablen gespeichert werden. Er unterscheidet damit zwischen Rechenwerk und Speicher. Babbage hat sich auch Überlegungen zu Limiten gemacht: Null
und unendlich - Overflow Problems. Die Maschine
soll diese Fälle erkennen können und sich mit einem Klang akustisch
bemerkbar machen. Die Verarbeitung bricht darauf ab. Um komplexere Berechnungen der Art b hoch n durchzuführen, muss b n-mal mit sich selbst multipliziert werden. Er speichert n als Variable und wiederholt die Ausführung von b*b solange, bis n 0 ist, wobei n bei jedem Durchgang um 1 reduziert wird. Zur Ökonomisierung der Verarbeitungen, führt er eine dritte
Kategorie von Lochkarten ein, Konstanten: |
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Ada schreibt: Diese Generalität und Komplexität ist zuerst mathematisch gemeint. Ada definiert logische Regeln, wie die Analytical Engine komplexe Probleme bearbeiten kann. Der Trennung von Operationen und den zu berechnenden Gegenständen fügt sie die Kategorie der Resultate hinzu (S-1/A-1). Anhand von Tabellen, die eine Matrix von Variablen und Operationen bilden, erläutert und exemplifiziert sie ihre Software. Jede Variable oder Varibalenkolonne ist mit einer Zahl eindeutig
bestimmt. Sie enthält eine Markierung für das Vorzeichen +/-
gefolgt vom Datum, d.h. einer Zahl. Sie fügt das Symbol,
das diese Zahl repräsentiert bei (siehe Note B im Text), z.B. a der
Formel ax. Um die Zahl, die eine bestimmte Variable enthält, zur Berechnung an das Walzwerk zu schicken, werden Supplying-Cards verwenden. Die Receiving-Cards bestimmen, in welche Variable das Resultat oder Zwischenresultat zurückgeschrieben wird. Die Supplying-Cards haben zwei Varianten: Die Retaining Supplaying-Card lässt den Variablenwert im Speicher stehen, die Zero Supplying-Card dagegen setzt den Speicherwert auf 0. Damit kann eine Variable mehrmals verwendet, oder als leerer Speicherplatz für weitere Operationen zur Verfügung gestellt werden. Initialisierung von Variablen. Die Operationen (+-*/) werden in einen geeignetet Ablauf gebracht
und auf den Daten ausgeführt. Zur Reduktion der Operation Cards,
werden gleiche Operationen, die nacheinander ablaufen in Gruppen zusammen
gefasst: Sie erkannte, dass Gruppen von Operationen, die mehrfach durchlaufen
werden, sinnvollerweise mit dem gleichen Set an Operation-Cards durchgeführt
werden sollten. Die Operation-Cards müssen rückwärts bewegt werden,
bis zum Beginn der Gruppe. Dies soll über ein Prisma geleistet werden,
dass bereits bei den Jacquard-Webstühlen eingesetzt wurde. In der Literatur wird die Tabelle, die die Berechnung der Bernoulli-Zahlen zeigen, als erstes Programm der Computergeschichte bezeichnet. (siehe Note G. Tabelle ist in ganzer Grösse abgebildet) |
| -2----- | Ada entwickelte Visionen, die die Entwicklung der künstlichen Intelligenz vorwegnehmen. |
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Vision verstanden als konsequentes Weiterdenken der mathematischen
Prinzipien und die Übertragung auf eine Maschine. Daraus ergeben
sich zwei Fragestellungen:
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| -2-1--- | Die universelle Rechnmaschine erweitert Ada zur universellen Symbolmaschine. |
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It may be desirable to explain, that by the word operation, we mean any process which alters the mutual relation of two or more things, be this relation of what kind it may. This is the most general definition, and would include all subjects in the universe. (S-114/A-3/Z-8ff) Das revolutionär Neue an Ada's Ideen ist die Adaptiertung der Wissenschaft der Operationen mit der Maschine (Analytical Engine). Nicht nur Daten können symbolisch berechnet werden, sondern auch die Operationen selbst sind symbolisch und erweitern damit die Möglichkeiten der reinen Rechenmaschine. Diese Visionen basieren auf dem konsequenten Weiterdenken der logischen Mathematik. Bool publizierte vier Jahre nach Ada's Annmerkungen seine Boolsche Algebra. Doch bereits in der ersten Hälfte des 19.Jahrhundert war die Weiterentwicklung der Logik ein viel bearbeitetes Gebiet: Peacock started by drawing a distinction between arithmetical and symbolical algebra, which was, however, still based on the common restrictive understanding of arithmetic as the doctrine of quantity. A generalization of Peacock's concept can be seen in Duncan F. Gregory's (1813-1844) "calculus of operations''. Gregory was most interested in operations with symbols. He defined symbolical algebra as "the science which treats of the combination of operations defined not by their nature, that is by what they are or what they do, but by the laws of combinations to which they are subject'' (1840, 208). In his much praised paper "On a General Method in Analysis'' (1844) Boole made the calculus of operations the basic methodological tool for analysis. (19th Century Logic between Philosophy and Mathematics) Ada musste diese Texte gekannt haben, wie in ihren Annmerkungen zu
lesen ist: Die Operationen brechen durch die Symbolisierung aus dem engen arithmetischen Schema von Addition / Substraktion / Multiplikation / Division heraus. Sie bezeichen Relationen und ihre Ableitungen zwischen Gegenständen. Ein simples Beispiel: Wenn die Aussagen "ein Hund ist ein Tier" und "ein Tier ist ein Lebewesen" wahr sind, dann kann daraus geschlossen werden (Ableitung), dass der Hund ein Lebewesen ist. Aus Axiomen lassen sich mit verschiedenartigen Relationen neue Zusammenhänge schaffen. Die Wissenschaft der Logik wurde stark erweitert und bildet in verschiedenen Zweigen der künstlichen Intelligenz die Grundlage, um "denkende Maschinen" zu entwickeln (oder zu denken). Neben den Operationen können auch die Daten symbolisiert werden,
wenn Als Beispiel erwähnt sie die maschinelle, wissenschaftliche Komposition von Musikstücken (S-116/A-2/7ff). Die Analytical Engine ist nur begrenzt durch unser Wissen über
die Analysis, ob es sich um Algebra oder numerische Symbole handelt. Wenn
wir also Realitäten in eine analytische Form umformen können,
sind sie auch rechenbar: Dass hier Ada weit über die Möglichkeiten der Analytical
Engine hinausdenkt, wird in folgendem Abschnitt klar: Ob Ada im 19.Jahrhundert diese Möglichkeiten in ihren ganzen Dimensionen bereits erkannt hat, bleibt sicher Spekulation. Inwiefern Ada's Annmerkungen die Entwicklung der Logik und der Maschinen beeinflusst hat, bedarf der weiteren Untersuchung. Wir neigen aber dazu, ihre Visionen als essentiellere Leistung zu sehen, als die Entwicklung der ersten Programmiersprache, für die sie berühmt wurde.
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| -2-2--- | Die Logik als Maschinensystem erweitert Ada zu einem universellen Weltbild. |
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Wie Künzel / Bexte in ihrer Einleitung erwähnen wäre "alles Symbolisierbare automatisch rechenbar - die Konsequenz dieser Entgrenzung lösen den Taumel des schier Unabsehbaren aus." (S-109/A-2/Z-6ff) Daraus ergeben sich Fragen: Ada selbst weist auf diese Verbindung hin, resp. frodert die Trennung
von Daten und Operationen gleicherweise für das menschliche Denken: Mathematik ist für Ada die einzige Wissenschaft, mit der die
Natur, als "Schöpfers Werk", ausgedrückt werden kann.
Ein mathematisches Weltbild! Those who view mathematical science, not merely as a vast body of abstract and immutable truths, whose intrinsic beauty, symmetry and logical completeness, when regarded in their connexion together as a whole, entitle them to a prominent place in the interest of all profound and logical minds, but as possessing a yet deeper interest for the human race, when it is remembered that this science constitutes the language through which alone we can adequately express the great facts of the natural world, and those unceasing changes of mutual relationship which, visibly or invisibly, consciously or unconsciously to our immediate physical perceptions, are interminably going on in the agencies of the creation we live amidst: those who thus think on mathematical truth as the instrument through which the weak mind of man can most effectually read his Creator's works, will regard with especial interest all that can tend to facilitate the translation of its principles into explicit practical forms. (S-118/A-2/Z-1ff) Der Versuch, die reale und die imaginierte Welt als logisches Konstrukt
zu erklären, wurde von Wittgenstein im "Tractatus logicus"
zur Perfektion gebracht. Doch schon bei Ada finden sich Gedanken in diese
Richtung: Turing
führt 100 Jahre später diesen Gedanken weiter und fragt sich,
ob Maschinen wie Menschen denken können. Er zitiert Ada's Satz: Im Text wird dieses Überraschungsmoment ausgeblendet: Doch: antizipiert dieses Denken nicht unsere Weltsicht? Werden wir, als Gesellschaft, nicht gerade dadurch zur Entwicklung gedrängt, der sich das Individuum nicht entziehen kann? |
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| -3----- | Babbage entickelte seine Maschinen im Dienste der Ökonomie. |
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Menabrea und gelegentlich auch Ada weisen in ihren Texten auf den Ökonomischen Nutzen der Analytical Engine hin und zeigen ihre Vorteile auf. Die Textauswahl von Künzel / Bexte umfasst in der Skizze die meisten ökonomischen Teststellen des Originals, was wir als Auswahlkriterium interpretieren. Den ersten Hinweis finden wir bereits in Zeile 13 (S-109/A-3/Z-13) Und der Nachteil der bisherigen Maschinen ist vorallem, dass sie
menschliche Eingriffe verlangen, um ihre Bewegungen zu steuern und damit
fehleranfällig sind. (S-110/A-1/Z-7ff)
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| -3-1--- | Babbage verfolgte mit seinen Maschinen die Rationalisierung der Arbeit. |
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Die Analytical Engine soll der modernen Industrialisierung gerecht
werden. Nach Babbage's Vorstellung müssen lediglich die mathemnatischen
Formeln von Intellktuellen bestimmt werden, was danach von "Fabrikarbeitern"
auf die Lochkarten übertragen wird. Da eine Formel durch das Programm
mehrfach verwendet werden kann, wird die Berechnung selbst zur unterqualifizierten
Routinearbeit: Darauf folgt die ausführliche Beschreibung der Vorteile (im
Originaltext nimmt die Funktionsweise der Maschine den grössten Platz
ein!): Die Maschine als Zahlen-Fabrik! Babbge's Buch: On the Economy of Machinery and Manufactures (1832)
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| -3-2--- | Der ökonomische Nutzen bestimmt
die technische Entwicklung oder: technische Entwicklungen werden nach ihrem ökonomischen Nutzen weiterverfolgt, finanziert und von Staat und Wirtschaft adaptiert. |
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Wenn technische Entwicklungen Auswirkungen auf die Gesellschaft haben und umgekehrt, eine bestimmte Gesellschaft bestimmte technische Entwicklungen hervor bringt, dann stellt sich die Frage, welche Rolle die Ökonomie dabei spielt. Wird diese These unterstützt, bedeutet dies, dass nur diejenigen Entwicklungen weiterverfolgt werden, die einen potentiellen ökonomischen Nutzen haben, sogar dann, wenn sich darin für den einzelnen / die einzelne kein direkter Nutzen abzeichnet (Bedüfnisse schaffen, z.B. Gen-Tech-Food), aber von den gesellschaftlichen Auswirkungen betroffen wird. |
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Zurück zu Babbage: Er musste sich auch um die Finanzierung seiner Maschinen kümmern. Babbage konnte seine Difference Engine durch Sponsoren aus dem britischen
Parlament finanzieren. Als er jedoch eine Finanzierung der Analytical
Engine beantragte, wurde diese u.a. mit der Begründung abgelehnt,
dass keine zweite Maschine finanziert wird, ohne die erste fertiggestellt,
d.h. lauffähig zu haben. Es wurden technische Mängel und die
sehr hohen geschätzten Kosten kritisiert. |
BIOGRAFIEN
Lady Ada Lovelace, ein Mythos:
geniale Mathematikerin, erste Programmiererin, leidenschaftliche Spielerin und opiumsüchtig.
| 10. Dezember 1815 | geboren als Ada Augusta Byron, Tocher des
berühmten englischen Schriftstellers Lord Byron und Anne Isabelle Milbanke,
eine Mathematikerin. Der Vater verfliess einen Monat nach der Geburt die Familie. Ada lernte ihn nie kennen. |
| Ada erhielt Unterricht in Mathematik und Musik beim Logiker Augustus De Morgan. Doch wollte sie mehr wissen, als dieser Logiker ihr vermitteln konnte. | |
| 1832 | machte sie Bekanntschaft mit der Mathematikerin Mary Sommerville, die sie in ihren mathematischen und technologischen Studien unterstützte. |
| 1833 | Charles Babbage führt seine Differenz Maschine den Bryons und Freunden vor. Ada war begeistert von der Ideen der Analytischen Maschine und wurde von Babbage ermuntert, daran zu arbeitet. |
| 1835 | heiratete Ada William King und gebar in den folgenden Jahren 3 Kinder |
| 1838 | William und Ada wurden Earl und Countess of Lovelace |
| 1840 | Babbage diskutiert in Italien seine Analytische Maschine |
| 1842 | publiziert Menabrea seine Notzen zur analytsichen Maschine |
| 1843 | publiziert Ada die Übersetzung Menabreas Text ins englische und ihre Anmerkungen, die die Länge des Textes bei weitem übertrafen, unter dem Namen A.A.L. |
| Ada arbeitete von nun an intensiv mit Babbage zusammen. Ihr Plan, Bernoulli-Zahlen zu berechnen, geht als erstes Programm in die Geschichte ein. |
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| 16. Mai 1860 | Ada war während ihres ganzen Lebens sehr häufig krank und starb vermutlich an Krebs. |
| 1980 | Das Pentagon benannte eine neuentwickelte Programmiersprache nach ADA. |
bio
Betty Toole
Stein, Dorothy: Ada - die Braut der Wissenschaft, Berlin 1999
Luigi Federic Menabrea
4. September 1809 (Frankreich) - 24. Mai 1896 (Frankreich)
studierte Ingenieur und Mathematik an der Universität Turin und wurde ein Ingenieur des Militärs. Als Professor der Mechanik an der Uni Turin publizierte er 1842 die Skizze der analytischen Maschine von Ch. Babbage. Menabrea begann eine politische Karrerie und wurde Premie- und Aussenminister von Italien. Er arbeitete aber erfolgreich weiter als Wissenschaftler, vorallem auf dem Gebiet der Elastizität und den Prinzipien der Arbeit (Mechanik).
BEGRIFFE (© 1999 Bibliographisches Institut & F.A. Brockhaus AG):
Arithmetik [grch.] die, Teilgebiet der Mathematik, das sich mit den Zahlen und ihren Rechenregeln befasst. Zur Arithmetik gehören auch die Behandlung arithmet. und geometr. Reihen bzw. Folgen, die Kombinatorik sowie die Zahlentheorie.
Algebra [arab.] die, Teilgebiet der Mathematik, im klass. Sinn die Lehre von den Lösungsmethoden algebraischer Gleichungen. Für lineare und quadrat. Gleichungen waren Lösungen schon im Altertum bekannt, im 16.Jh. fand man die Lösungen der Gleichungen 3. und 4. Grades. Der Fundamentalsatz der Algebra »Jede algebraische Gleichung n-ten Grades besitzt genau n Lösungen« wurde 1799 von C.F. Gauß bewiesen. In der modernen Mathematik versteht man unter Algebra die Untersuchungen algebraischer Strukturen wie Gruppe, Ring, Körper und ihrer Verknüpfungen. Begriffe und Methoden der Algebra werden z.B. in der theoret. Physik, bes. in der Quantentheorie, angewendet.
Analysis [grch.] die, Teilgebiet der Mathematik, das auf den Begriffen Zahl, Funktion und Grenzwerte aufbaut. Zur klass. Analysis gehören u.a. die Differenzialrechnung, die Integralrechnung, die Variationsrechnung sowie die Funktionentheorie. Darauf aufbauend haben sich auch die Funktionalanalysis und die Topologie entwickelt.
Calculus of Operations: Kalkül [frz.] der, Logik: Weiterentwicklung des axiomat. Systems, bei der das log. Schließen durch das Umformen von Symbolketten ersetzt ist. Auf der Grundlage eines Alphabets (definierte Grundzeichen) werden aus Axiomen mit Ableitungsregeln neue Sätze und Theoreme hergeleitet, die insgesamt einen Formalismus bilden. Jeder Algorithmus ist ein Kalkül oder kann auf die Form eines Kalküls gebracht werden.
LITERATUR
Werner Künzel, Peter Bexte: Machinendenken - Denkmaschinen, Frankfurt
a.M. 1996
A. M. Turings Aufsatz COMPUTING MACHINERY AND INTELLIGENCE, indem er Ada Lovelace's Einwand zur künstlichen Intelligenz diskutiert (in Kapitel 6 unter: (6) Lady Lovelace's Objection). Der Aufsatz wurde unter dem Titel 'Can a Machine Think?' publiziert.
Historische Texte zur Analytical Engine von Ch. Babbage und zu Pascal's Calculating Machine (und vielen mehr). Enthält auch eine Emulation der Analytischen Maschine mit Beispielprogrammen in Java zum Download.
Charles Babbage: On the Economy of Machinery and Manufactures 1832
Sadie Plant: nullen + einsen, Berlin 1998
Eine feministische Sichtweise mit vielen Zitaten aus Briefen von und an Ada.
Lynn Hershman Leeson: Conceiving Ada, Film USA 1997, gezeigt an der Berlinale
1998, ZDF 1998
zwei kontroverse Rezensionen zum Film, Ada's Biographie und Ada's mathematischen
Fähigkeiten:
Kathy Rae Huffman und Margarete Jahrmann: Conceiving
Ada
Tilman Baumgärtel: Der
Ärger mit Ada
William Gibson, Bruce Sterling: The Difference Engine, New York 1991